Ausgehend von dem Zitat darf man das Leben des Christen als einen Weg beständiger Prüfung betrachten, die von der Frage ausgeht: Bin ich auf dem richtigen Weg? Jeder Mensch weiß dabei: In unseren Leben ist es gar nicht möglich, zu allen Zeiten alles richtig zu machen. Deswegen ist dieser Weg immer auch ein Weg der Umkehr und der Buße. Buße kann dabei auf vielerlei Weise geschehen: Fasten, Beten, Almosengeben gehört dazu (vgl. Katechismus der katholischen Kirche (KKK), Nr. 1434).
In Nr. 1435 heißt es: "Bekehrung geschieht im täglichen Leben durch Taten der Versöhnung, durch Sorge für die Armen, durch Ausübung und Verteidigung der Gerechtigkeit und des Rechts (Vgl. Jak 5,20), durch Geständnis der eigenen Fehler, durch die brüderliche Zurechtweisung, die Überprüfung des eigenen Lebenswandels, die Gewissenserforschung, die Seelenführung, die Annahme der Leiden und das Ausharren in der Verfolgung um der Gerechtigkeit willen. Jeden Tag sein Kreuz auf sich nehmen und Christus nachgehen ist der sicherste Weg der Buße (vgl. Amos 5,24; Jesaja 1,17)." Ihre Quelle und Nahrung finden Umkehr und Buße in der Eucharistie (KKK Nr. 1436).
Eine besondere Form der Vergebung und Versöhnung ist das Beichtsakrament (daher auch Sakrament der Versöhnung) genannt. Es bildet gewissermaßen als gottesdienstliche Feier ab, was das Evangelium in Geschichten beschreibt, wenn es erzählt, wie Jesus Sünder an seinen Tisch geladen hat und sie damit in die Gemeinschaft mit ihm geführt hat.